Im Herbst 2014 erschien ein Artikel über uns in der Zeitschrift LANDLUST

aus dem Inhalt (Quelle: Landlust:  Ausgabe September/Oktober 2014)

Es gibt über 5 000 verschiedene Kartoffelsorten“, sagt Werner Tress, „etwa 30 davon habe ich immer hier.“

Die Kartoffel hat dem Laden in Tübingen seinen Namen gegeben. Viele Kartoffeln im Angebot stammen aus der Region. Spezialitäten bekommt der Gärtnermeister in der dritten Generation auch aus einem Biolandbetrieb in der Lüneburger Heide, der alte Sorten vermehrt. „Und dann gibt es auch mal leckere Franzosen oder gewaschene Französinnen“, ergänzt er verschmitzt. Gewaschene Kartoffeln sind blitzblank sauber und heißen Cherie oder La Ratte. Doch die meisten Kartoffeln werden nicht gewaschen. Denn die Erde schützt die Kartoffel vor Licht und dem Austrocknen.

Jede Kartoffel hat ihre geschmackliche Eigenart. Etwa die vorwiegend festkochende ‘Finka’ mit kräftigem Kartoffelgeschmack oder das ‘Bamberger Hörnchen’, eine festkochende Kartoffel, die um 1870 gezüchtet wurde. Sie schmeckt würzig, eignet sich für Salate, als Salz-, Pell- oder Bratkartoffel. Werner Tress freut sich darüber, dass viele Menschen inzwischen aus der Vielfalt von Kartoffeln gezielt für bestimmte Gerichte wählen.

 

Da Kartoffeln nach der Ernte noch weiter „atmen“, wie er sagt, werden sie bei ihm in Papiertüten verpackt. Auf einem Etikett kann der Kunde nachlesen, wo die Kartoffel herkommt, was sie auszeichnet oder – wenn es sich nachvollziehen lässt – wann sie gezüchtet wurde. Ein Rezept steht hinten auf dem Papier und regt dazu an, auch einmal etwas Neues auszuprobieren: eine herzhafte Kartoffeltorte, Brösel-Kartoffeln als Beilage, Polsterkartoffeln mit Zimt zum Nachtisch.

Die Kartoffel ist für Werner Tress eine „ehrliche Pflanze“, sie war der ideale Aufhänger für sein Geschäft. Der 54-Jährige verbrachte nach der Gärtnerlehre ein paar Jahre im Ausland und sammelte Erfahrungen in Gärtnereien in Italien, auf den Kanaren und in Mexiko.

 

Nach der Meisterschule übernahm er den elterlichen Betrieb. 17 Jahre leitete er die Familiengärtnerei, einen typischen „Allesbetrieb“, so beschreibt ihn Werner Tress, mit Zierpflanzen und Gemüse. Schließlich verkaufte er alle Gewächshäuser und packte das Vorhaben in der Tübinger Altstadt an. „Ich suchte nach einem Projekt, das mir wirklich Freude bereitet, und nach Herstellern, mit denen ich gerne zusammenarbeite“, erklärt der Ladenbesitzer seine damalige Entscheidung. „Und da ich aus dem Garten komme, habe ich auch vieles hier, was in den Garten gehört.“

 

Neben den Kartoffeln, die in Holzkisten auf einer breiten Gemüseschräge stehen, setzt er auf hochwertige Gartengeräte. Im ganzen Laden hängen sie von der Decke, kleben an den Wänden oder stehen in Regalen. Grabegabeln, Sägen, Äxte, Hecken- und Gartenscheren. Auch Gummistiefel aus Naturkautschuk bietet Werner Tress an, außerdem Schneidebretter aus heimischen Hölzern oder feuerverzinkte und pulverbeschichtete Gießkannen im Stil der alten Schneiderkannen. Für die erlesenen Werkzeuge hat er die zugehörigen Pflegemittel im Sortiment.

 

Und dann die Fülle an Messern: Veredlungsmesser, Okuliermesser, Gartenmesser, Baumschulhippen. Die Messer sitzen an Holzmagnetleisten entlang der Wände. Besonders wertvolle Messer wie jene mit der Klinge aus Torsionsstahl liegen in Vitrinen. „Was ich bestelle, wird im Geschäft ausgestellt, ein Lager gibt es nicht“, erklärt Werner Tress. Denn ein Messer oder eine Gartenschere muss man in der Hand gehabt haben, bevor man sich dafür entscheidet, findet er.

Quelle: Landlust:  Ausgabe September/Oktober 2014

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